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Idee

DANCEBOX – Wie kann die Pause zur 3-Minuten-Party werden?

Die Aktion “DanceBox” verbindet Spaß und Bewegung, sorgt für die Schaffung eines neuen Raums und beinhaltet auch einen performativen Aspekt. Vorbild ist die “kleinste Disko der Welt”, die Berliner “Teledisko” in einer ausrangierten Telefonzelle.

Die DanceBox wird im Atelier gemeinsam gebaut, getestet und schließlich in der Pausenhalle aufgestellt. Die Aktion macht in der Schule schnell durch Mundpropaganda die Runde.

Von außen ist die Box nicht einsehbar – nur über das Kameradisplay. Die Schüler*innen können selber entscheiden, ob Mitschüler*innen auf das Kameradisplay blicken dürfen, um verfolgen zu können, was in der Box passiert. Lautsprecher werden zur Verfügung gestellt, sodass jede*r seine Lieblingsmusik hören und  dazu tanzen kann. Von innen ist die Box mit Goldfolie ausgekleidet, durch kleine Lichtimpulse glitzert und funkelt der kleine Raum. Um Unsicherheiten und Verlegenheiten abzubauen, kann auch eine Maske getragen werden, um sich zu schützen und in eine neue Rolle zu schlüpfen.

Haben Spaß und Lernen nebeneinander Platz?

Die Arbeitsatmosphäre bezieht sowohl die Akteure, als auch räumliche Bedingungen mit ein. Freude, Interesse und Lernbereitschaft der Lernenden sind auch von der Arbeitsatmosphäre der künstlerischen Angebote bestimmt. Ist die Atmosphäre humorvoll, ausgelassen, entspannt? Liegt gleichzeitig auch eine ernsthafte, konzentrierte Arbeitsstimmung vor? Zeigt sich eine vertrauensvolle Atmosphäre?

Der Arbeitsraum ist dabei für künstlerische Prozesse nicht zu vernachlässigen und kann sich auf die Inspiration und Arbeitsbereitschaft auswirken, indem die Andersartigkeit eines Ateliers beispielsweise auf die Arbeitsatmosphäre einen positiven, anregenden Einfluss ausübt.

Die BOX (oder der Raum im Raum)

Ein Element, welches für Magdalena von Rudys Arbeit im Atelier charakteristisch ist, ist die sogenannte Box. Die Künstlerin konzipiert eine große Holzkiste aus Dachlatten und MDF-Platten. Der so entstandene Raum im Raum lässt sich multifunktional einsetzten. Der neue Raum wird für die Umsetzung von diversen Projekte genutzt und verwandelt sich zur Bühne, zum Fotostudio, zum Rückzugsort, zur Stellwand, Höhle und „Dancebox“ oder auch zum „Beichtstuhl“. Von Außen lassen sich die vier Wände mit Tapete bespannt  als Leinwand oder als Präsentationsfläche nutzen.

Tanzen, tanzen, tanzen!
Die Aufnahmen sehen aus wie aus einem Musikvideo. Die Box ist ein GROOOSSER Spassfaktor! Kurz vor dem Ende der Pause haben zwei Schüler sie 'eingeweiht'. Musik an, Schreibtischlampe an und es geht los.
Magdalena von Rudy, Künstlerin

Das Projekt DANCEBOX ist ein gelungenes Beispiel für eine Möglichkeit offenen künstlerischen Arbeitens in den Schulpausen, die Spaß und Bewegung vereint.

Mehr Informationen und Projekte zum Thema Offenes Arbeiten (im Atelier) finden Sie:

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Als Urheberin zu nennen: Magdalena von Rudy

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Als Urheberinnen zu nennen: Magdalena von Rudy und Linnet Oster

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